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5000 Bamberger wehren sich gegen NPD (07.06.10)
Bamberg. Das Wochenende des NPD Bundesparteitages nutzten die Bamberger Bürger um sich gegen „braune Hornochsen“ zu positionieren. Unterstützt wurden sie dabei von zahlreichen regionalen Bündnisses gegen Nazis, so auch vom Schweinfurter Bündnis „Schweinfurt ist bunt“.

Am Freitag, den 05.06., versammelten sich etwa 3500 Menschen, die um die Konzerthalle, dem Tagungsort der Braunen, eine 1,5 km lange Menschenkette bildeten. Zuvor nahmen 300 von ihnen an einem Demonstrationszug der Partei die LINKE teil. Veranstalter der Menschenkette und aller weiterer Aktionen war das Bündnis „Bamberg bleibt bunt“. Von Schweinfurt aus nahmen am Freitag Jürgen Wilk (AK Asyl) und Wolfgang Ziller (DIE LINKE) mit einigen Begleitern an den Bamberger Protestaktionen teil.

Bei einem multikulturellen Bürgerfest in Bambergs Innenstadt am Samstag lobte Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) dies als „deutliches Signal“ für die Demokratie. Die Bürger hätten klargemacht, dass die NPD in Bamberg und im ganzen Land unerwünscht sei. Gleichwohl bekundeten mehrere Vertreter der regionalen Bündnisse ihre Solidarität mit den Bamberger Widerstand, unter ihnen DGB Regionsvorsitzender und Bündnisinitiator in Schweinfurt Frank Firsching: „Überall wehren sich die Menschen gegen die menschenverachtende Nazi- Ideologie. Ob in Würzburg, Schweinfurt, Bamberg oder Gräfenberg. Wir haben aus der Geschichte gelernt und halten zusammen, für Demokratie und Toleranz.“ Anschließend verlas Firsching die beeindruckende Liste der 82 Schweinfurter Bündnispartner. Ihn unterstützten aus Schweinfurt Marietta Eder für die SPD und Sinan Öztürk für DIE LINKE.

Der bunte Bürgerprotest in Bamberg richtete sich gegen den NPD Bundesparteitag, der schon zum zweiten mal dort stattfand. Mehrere Redner forderten das Verbot dieser Partei, die ihrer Meinung nach verfassungsfeindliche Ziele verfolgt. Mit Kreativität und Ideenreichtum beteiligten sich die Bamberger. An vielen Häusern hingen Transparente wie „Bamberg bleibt bunt“ oder „Buntes Fleckvieh statt brauner Hornochsen“. Zwischen internationalen Essens- und Informationsständen von kirchlichen Organisationen, Gewerkschaften, Parteien und Verbänden tummelten sich bei hohen Temperaturen Alt und Jung.

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