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Mainpost Artikel: „Westen spürt den Nazi-Zug am meisten“ (30.04.10)
Verkehrsbehinderungen am 1. Mai im Stadtgebiet
Am deutlichsten wird der Westen der Stadt den Umzug der Rechtsextremen am Nachmittag des 1. Mai in Schweinfurt spüren. Dort wird es die größten Verkehrsbeeinträchtigungen geben, wie die Stadt bekannt gegeben hat.
Doch anders als vom rechten Veranstalter beantragt, hat der Verwaltungsgerichtshof München die ursprünglich beantragte Aufmarschstrecke erheblich eingedampft. Wollten sie – vom Hauptbahnhof kommend – ab Ignaz-Schön-Straße einen großen Bogen über die Richard-Wagner-, Niederwerrner- und Friedrich-Ebert-Straße laufen, so hat ihnen der VGH München in diesem Bereich nur ein kleines Ründchen genehmigt: Ignaz-Schön-, Jehle-, St.-Kilian-, Moritz-Fischer-, Ignaz-Schön-Straße. Nahe der Shell-Tankstelle ist eine Kundgebung vorgesehen, am Bahnhofsplatz ebenfalls.

In diesem Stadtbereich ist jedenfalls mit erheblichen Sperrungen und Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen, so die Stadtverwaltung. Ortskundige, die in dieser Zeit dort nichts Dringendes zu tun haben, sollten ihn weiträumig umfahren. Weil ein größerer Teil der Busfahrstrecken ebenfalls betroffen ist und der Roßmarkt nur eingeschränkt angefahren werden kann, richten die Stadtwerke eine zentrale Omnibushaltestelle vor dem Parkhaus Marienbach ein. „Es muss mit erheblichen Verspätungen im Öffentlichen Personennahverkehr gerechnet werden“, so die Ankündigung.

Vormittags, von 9.30 bis 11 Uhr, wird es wegen des Aufzugs des Bündnisses „Schweinfurt ist bunt“ an den Wehranlagen, am Paul-Rummert-Ring, in der Schultes- und Gunnar-Wester-Straße Sperrungen geben. Anschließend sorgt von 12 bis 14 Uhr noch eine Versammlung mit Umzug von Kindern der „Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion“ (D.I.T.I.B.) für Verkehrsbehinderungen. Deren Zug führt von der Friedrich-Rückert-Schule über den Schillerplatz zum Marktplatz und anschließend über Roßmarkt und Rüfferstraße zurück zur Schule.

Unabhängig von den Streckensperrungen werden aus Sicherheitsgründen zahlreiche Halteverbote im Umfeld der Zugwege eingerichtet, heißt es weiter. Anwohner dieser Strecken will die Polizei durch Flugblätter informieren.
 
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