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Stadtrundfahrt „Das andere Schweinfurt“ (08.04.10)
Am 1. Mai wollen Neofaschisten, in Schweinfurt einen Aufzug organisieren. Rechtsextremisten sitzen schon wieder in Parlamenten, ziehen unverhohlen das Andenken an die Opfer der Nazi-Diktatur in den Dreck, verdrehen die Tatsachen und verleugnen die geschichtliche Wahrheit.
Sie hetzen gegen Ausländer, obwohl es in Deutschland niemals so viele Ausländer gab wie während der Nazi-Zeit. Damals allerdings als verschleppte und unterdrücke Arbeitsklaven. Sie hetzen gegen die Demokratie weil sie wissen, dass im dritten Reich nur die eigenen Cliquen etwas zu sagen hatten und sich gegenseitig Pfründe und Wohltaten in unermesslichem Ausmaß zuschoben.

Die Wirklichkeit war Verfolgung, Terror, Unfreiheit, staatlicher Mord und Totschlag und ein Krieg dem 60 Millionen Menschen zum Opfer vielen. Die Initiative gegen das Vergessen bietet in einer etwa 1 ½ - stündigen Stadtrundfahrt zu Orten und Stätten dieser Zeit einen Einblick in das was in der Zeit des „Tausendjährigen Reichs“ in Schweinfurt geschah. Sie gibt einen Überblick von der Machtergreifung, den Verfolgungen von Gegnern der Nazis, über die Situation in den Fabriken, bis zu den Lebens- und Arbeitsverhältnissen der Zwangsarbeiter und das Schicksal der jüdischen Mitbürger. Sie klärt auf und widerlegt die Lügen der heutigen Neofaschisten und sog. „Freien Nationalisten“. Die von Klaus Hofmann lebendig und anschaulich dargestellten Themen bauen auf die Schweinfurter Veröffentlichung „Nach dem Krieg war keiner Nazi gewesen ...“ auf. Die Rundfahrt wird seit 1983 durchgeführt und erfreut sich immer wieder eines regen Zuspruchs. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldung bei der Kulturwerkstatt Disharmonie Tel. 09721/28895 ist erforderlich, da die Tour oft überbucht ist. Nächster Termin ist Samstag, 10. April 2010, 15.00 Uhr Treffpunkt vor der Stadthalle.
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